- Der Bulk-Datenexport schreibt jeden Tag alle Leistungsdaten deiner Property nach BigQuery, ohne Zeilenlimit. Bei anonymisierten Suchanfragen fehlt nur der Wortlaut. Impressionen und Klicks sind enthalten.
- In unserem Vergleich vom März 2023 fanden wir an einem Tag für eine große Website 160.515 verschiedene Suchanfragen im Export. Über die API waren es in unserem Abruf 5.000, in der Oberfläche 1.000.
- Der Export beginnt mit dem Tag der Einrichtung und holt keine älteren Daten nach. Je früher du ihn aktivierst, desto länger wird deine Historie.
Was liefert der BigQuery-Export?
Google hat den Bulk-Datenexport am 21. Februar 2023 vorgestellt. Die Search Console legt damit jeden Tag die Leistungsdaten deiner Property in einem BigQuery-Projekt ab. Laut Google lohnt sich das vor allem für große Websites mit Zehntausenden Seiten oder Zehntausenden Suchanfragen am Tag. Kleine und mittlere Websites sehen ihre Daten meist auch in der Oberfläche, im Looker-Studio-Connector oder über die API vollständig.
Im Dataset entstehen drei Tabellen.
| Tabelle | Inhalt | Wichtige Felder |
|---|---|---|
| searchdata_site_impression | Daten je Property, wie im Leistungsbericht bei „Property“ | data_date, query, country, device, search_type, impressions, clicks, sum_top_position |
| searchdata_url_impression | Daten je URL, inklusive Darstellungsformen in der Suche | url, query, is_anonymized_query, is_[Darstellungsform], impressions, clicks, sum_position |
| ExportLog | Protokoll der erfolgreichen Exporte, fehlgeschlagene fehlen hier | data_date, publish_time, epoch_version |
Bei anonymisierten Suchanfragen bleibt das Feld query leer, aber die Zeile mit Impressionen und Klicks ist trotzdem da. So kannst du ausrechnen, welcher Anteil deiner Klicks auf Suchanfragen entfällt, die du nie im Wortlaut siehst.
Linkdaten enthält der Export nicht, und auch die API liefert keine. Wie du Backlinks aus dem Bericht „Links“ holst, steht im Ratgeber Search Console Backlinks exportieren.
Oberfläche, API und Export im Vergleich
Kurz nach dem Start haben wir den Export für zwei Websites aktiviert, eine kleine und eine große. Verglichen haben wir einen einzelnen Tag, weil der Export Tag für Tag liefert. Gezählt haben wir verschiedene URLs, verschiedene Suchanfragen und die Suchanfragen mit einem bestimmten Wort.
| Anzahl verschiedener … | Oberfläche (CSV-Export) | API | BigQuery-Export |
|---|---|---|---|
| URLs, kleine Website | 119 | 119 | 119 |
| URLs, große Website | 1.000 | 5.000 | 19.212 |
| Suchanfragen, kleine Website | 1.000 | 1.437 | 1.437 |
| Suchanfragen, große Website | 1.000 | 5.000 | 160.515 |
| Suchanfragen mit Wort X, kleine Website | 203 | 203 | 203 |
| Suchanfragen mit Wort X, große Website | 13 | 13 | 661 |
Bei der kleinen Website liefern API und Export dasselbe. Bei der großen Website enthält der Export 32-mal so viele Suchanfragen wie unser API-Abruf. Besonders deutlich wird der Unterschied bei einem einzelnen Wort. In Oberfläche und API tauchte es in 13 Suchanfragen auf, im Export in 661.
Von den Suchanfragen der großen Website hatten an diesem Tag 88 % genau eine Impression, und 7 % hatten mindestens einen Klick. Über einen längeren Zeitraum dürfte der Anteil mit Klicks steigen.
- Die Zahlen stammen von März 2023 und gelten für diese zwei Websites an einem Tag.
- Die 5.000 Zeilen aus der API waren das Ergebnis unseres damaligen Abrufs. Laut Google gibt die API 25.000 Zeilen pro Anfrage aus und insgesamt höchstens 50.000 Zeilen pro Tag und Suchtyp.
- Mit Filtern und zusätzlichen Properties holst du mehr Zeilen aus API und Oberfläche. Vollständig sind die Daten dann trotzdem nicht sicher.
Export einrichten in drei Schritten
Einrichten können ihn nur Inhaber der Property. Lege dir für jede Property am besten ein eigenes Google-Cloud-Projekt an. Dann kannst du Zugriffe pro Property getrennt vergeben.
- BigQuery im Cloud-Projekt aktivieren. Unter „APIs & Dienste“ müssen die BigQuery API und die BigQuery Storage API aktiv sein. Für das Projekt muss die Abrechnung eingerichtet sein.
- Der Search Console Zugriff geben. Unter „IAM und Verwaltung“ fügst du das Dienstkonto search-console-data-export@system.gserviceaccount.com hinzu. Es bekommt die Rollen „BigQuery-Jobnutzer“ und „BigQuery-Datenbearbeiter“.
- Ziel in der Search Console eintragen. Unter Einstellungen und „Bulk-Datenexport“ trägst du die Projekt-ID ein. Achte darauf, nicht die Projektnummer zu nehmen. Dazu kommen Dataset-Name und Speicherort. Den Speicherort kannst du später kaum noch ändern.
Die Search Console testet die Verbindung sofort. Klappt der Test, informiert Google alle Inhaber per Mail, und der erste Export folgt innerhalb von 48 Stunden.
Die Daten abfragen
Für einen ersten Blick reicht eine Abfrage in der BigQuery-Konsole. Über „Daten untersuchen“ und Looker Studio baust du daraus Diagramme und Pivot-Tabellen, ohne weiteres SQL. Die folgende Abfrage zeigt die Suchanfragen je URL der letzten 28 Tage.
Die Position ist im Export nullbasiert. Deshalb rechnest du nach der Division 1 dazu. So steht es auch in Googles Beispielabfrage.
Kosten im Blick behalten
Speicher und Abfragen in BigQuery kosten Geld, sobald du über das kostenlose Kontingent kommst. Das liegt bei 10 GiB Speicher und 1 TiB Abfragen pro Monat. Die Tabellen bleiben standardmäßig für immer erhalten. Google empfiehlt deshalb, ein Ablaufdatum für Partitionen zu setzen, etwa nach einem oder zwölf Monaten, und kein Ablaufdatum für die ganze Tabelle. Das Ablaufdatum muss mindestens 14 Tage betragen.
| Hebel | Was er bringt |
|---|---|
| Ablauf für Partitionen | Alte Tage fallen automatisch weg, die Tabelle bleibt |
| Filter auf data_date | Abfragen lesen nur die Partitionen im Zeitraum |
| Nur benötigte Spalten statt SELECT * | Weniger gelesene Daten pro Abfrage |
| Eigene Zusammenfassungs-Tabellen | Dashboards lesen kleine Tabellen statt der Rohdaten |
Was hat sich seitdem geändert?
2023 ließ sich der Dataset-Name nicht ändern, und zwei Properties konnten nicht in dasselbe Projekt schreiben. Heute vergibst du einen eigenen Dataset-Namen, der mit „searchconsole“ beginnen muss. Mehrere Properties passen so in ein Projekt, jede mit eigenem Dataset. Ein eigenes Projekt je Property bleibt sinnvoll, wenn du Zugriffe getrennt halten willst.
Fällt ein Export wegen eines Fehlers aus, versucht es die Search Console laut Hilfe etwa eine Woche lang erneut. Behebst du den Fehler später, fehlen diese Tage dauerhaft. Unsere Zahlen von 2023 haben wir nicht neu erhoben.
Häufige Fehler
- Der Export wird erst kurz vor einer Analyse eingerichtet. Ältere Daten liefert er nicht nach.
- Projektnummer statt Projekt-ID eingetragen.
- Abrechnung im Cloud-Projekt fehlt, sodass die Testverbindung fehlschlägt.
- Ablauf für die ganze Tabelle gesetzt. Damit löscht BigQuery alle Daten auf einmal.
- Durchschnittliche Position ohne +1 berechnet.
- Abfragen ohne Filter auf data_date. Dann liest jede Abfrage die ganze Historie.
Häufige Fragen
Was kostet der Search-Console-Export nach BigQuery?
Der Export selbst kostet nichts. Kosten entstehen in BigQuery für Speicher und Abfragen, sobald du über 10 GiB Speicher oder 1 TiB Abfragen im Monat kommst.
Bekomme ich auch ältere Daten in BigQuery?
Nein. Der Export beginnt mit dem Tag der Einrichtung. Ältere Daten holst du über die API oder aus den Berichten der Search Console.
Sind im Export alle Suchanfragen enthalten?
Ja, auch die anonymisierten. Deren Zeilen sind mit Impressionen und Klicks vorhanden, nur das Feld query bleibt leer.
Wie lange dauert es bis zu den ersten Daten?
Nach erfolgreicher Einrichtung startet der Export laut Google innerhalb von 48 Stunden.
Lohnt sich der Export für kleine Websites?
In unserem Vergleich lieferten API und Export für die kleine Website dieselben Zahlen. Interessant wird er, sobald du an die Grenzen von Oberfläche und API stößt oder die Daten mit anderen Quellen verbinden willst.
Kann ich mehrere Properties in ein Projekt exportieren?
Ja, mit je einem eigenen Dataset-Namen, der mit „searchconsole“ beginnt.
Quellen
Abgerufen am 15.10.2026. Ist eine Angabe veraltet oder fehlt etwas, schreib uns.
- Google Search Central Blog, Bulk data export: https://developers.google.com/search/blog/2023/02/bulk-data-export · 21.02.2023
- Search-Console-Hilfe, Bulk-Datenexport einrichten: https://support.google.com/webmasters/answer/12917675
- Search-Console-Hilfe, Tabellen-Richtlinien und Referenz: https://support.google.com/webmasters/answer/12917991
- Search-Console-Hilfe, Überblick Bulk-Datenexport: https://support.google.com/webmasters/answer/12918484
- Google, Search Console API, alle Daten abrufen: https://developers.google.com/webmaster-tools/v1/how-tos/all-your-data · Stand 28.08.2025
- Google Cloud, kostenlose Nutzung (BigQuery): https://docs.cloud.google.com/free/docs/free-cloud-features · Stand 13.10.2026