Wie kann ein Website-Relaunch deine SEO-Leistung beeinträchtigen?

Die meisten Webmaster sind sich der Tatsache bewusst, dass ein Relaunch der SEO-Leistung ihrer Websites ernsthaften Schaden zufügen kann. Aber was genau sind die Gefahren?

Die meisten Webmaster sind sich der Tatsache bewusst, dass ein Relaunch der SEO-Leistung ihrer Websites ernsthaften Schaden zufügen kann. Aber was genau sind die Gefahren? Welche SEO-Faktoren erfordern besondere Aufmerksamkeit? In diesem Artikel gehen wir auf die wichtigsten SEO-Probleme ein, die durch einen Website-Relaunch verursacht werden können.

Wenn du es schaffst, die folgenden Fallstricke zu vermeiden, hast du gute Chancen, beim Relaunch deiner Website keinen organischen Suchverkehr zu verlieren.

Fehlender Inhalt

Es mag wie gesunder Menschenverstand klingen, aber das Thema muss angesprochen werden: Inhalte, die jetzt noch für organischen Suchverkehr auf deiner Website sorgen, werden nach dem Relaunch nicht mehr für Traffic auf deiner Website sorgen wenn du es löschst. Deshalb solltest du zu analysieren, welche Inhalte derzeit den organischen Suchverkehr auf deine Website lenken und stelle sicher, dass du diese Inhalte in dein neues Website-Konzept integrierst.

Der Relaunch einer Website wird oft als eine gute Gelegenheit gesehen, um loswerden von alten Inhalten auf einer Website. Aber seien wir mal ehrlich! Der Grund, warum wir alte Inhalte löschen wollen, ist oft, dass wir zu faul sind, uns weiter um sie zu kümmern.

Nutze den Relaunch deiner Website als Gelegenheit, um deine alten Inhalte aufzupeppen. Wenn etwas nicht mehr relevant ist, überarbeite es, um es wieder interessant zu machen. Deine SEO-Leistung wird es dir danken.

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Fehlende, unvollständige oder fehlerhafte Weiterleitungen

Dies ist einer der häufigsten SEO-Fehler, die beim Relaunch deiner Website passieren können und wahrscheinlich der typischste Grund für Traffic-Verluste nach Website-Relaunches.

Wenn sich die URLs einer Website nach einem Relaunch ändern, muss jede alte URL eine 301-Weiterleitung auf eine neue URL mit gleichem Inhalt haben. Wenn diese Weiterleitungen fehlen oder unvollständig oder fehlerhaft umgesetzt werden, ist ein Verlust an organischem Suchverkehr vorprogrammiert.

Aber selbst wenn du denkst, dass du diesem Thema genug Aufmerksamkeit geschenkt hast, kann immer noch etwas schiefgehen. Es gibt verschiedene Fehler, die bei der Einrichtung der Weiterleitungen passieren können: Falsche Statuscodes, falsche Ziel-URLs, Weiterleitungsketten und so weiter. Wenn es um URL-Weiterleitungen für einen Website-Relaunch geht, ist es besser, auf Nummer sicher zu gehen.

Änderungen an der internen Verlinkungsstruktur

Ein SEO-Faktor, dem normalerweise weniger Aufmerksamkeit geschenkt wird und der etwas subtiler ist als die zuvor genannten, ist die interne Verlinkungsstruktur der Website. Eine Seite, die nach einem Website-Relaunch die meisten ihrer eingehenden internen Links verliert, wird höchstwahrscheinlich auch einen Teil ihrer Suchmaschinenplatzierungen und des damit verbundenen organischen Suchverkehrs einbüßen.

Kleine strukturelle Änderungen an einer großen Website können bereits dazu führen, dass Tausende von Seiten Tausende von internen Links verlieren. Nach dem Relaunch kann eine solche strukturelle Veränderung leicht zu Traffic- und Umsatzeinbußen führen.

Während meiner früheren Tätigkeit als externer SEO-Berater war ich einmal am Relaunch einer Website beteiligt, die Millionen an organischen Sucheinnahmen generierte. Die Agentur, die mit der Erstellung der neuen Website betraut war, wollte das alte Mega-Menü durch eine neue Hauptnavigation mit nur sechs Links ersetzen. Aus Sicht der Benutzerfreundlichkeit wäre das vielleicht eine gute Idee gewesen, aber aus SEO-Sicht hätte diese Entscheidung wahrscheinlich zu einer Katastrophe geführt.

Wir einigten uns auf einen Kompromiss und fügten zusätzliche Navigationsebenen hinzu, so dass die meisten Seiten ihre internen Links behalten konnten. Letztendlich verlief dieser Relaunch aus SEO-Sicht gut.

Entfernte Optimierungen

Bei der Konzentration auf Relaunch-spezifische Themen wie 301-Weiterleitungen oder die Überarbeitung deiner Website-Inhalte vergisst man leicht die Grundlagen. Wenn auf deiner alten Website bereits Optimierungsmaßnahmen durchgeführt wurden und diese Optimierungen zur Verbesserung deiner SEO-Leistung beigetragen haben, ist es wichtig, diese Optimierungen auch auf deiner neuen Website umzusetzen.

Diese Optimierungen können wesentliche Elemente wie Titel-Tags, Meta-Beschreibungen und optimierte Überschriften umfassen, aber auch technischere Maßnahmen wie die Deduplizierung von Inhalten mit Hilfe von kanonischen Tags oder internationales Targeting mit hreflang-Anmerkungen.

Alle Optimierungsmaßnahmen der letzten Jahre sollten auf die neue Website übertragen werden. Generell ist es eine gute Idee, die neue Website vor dem Start einem umfassenden SEO-Audit zu unterziehen.

Technische Fehler auf der neuen Website

Eines der schlimmsten Dinge, die bei einem Website-Relaunch passieren können, ist, dass die neue Website aufgrund von technischen Fehlern nicht crawlbar oder indexierbar ist. So etwas passiert öfter, als man denkt!

Die neue Website sollte vor und nach dem Start mit einem Crawler gecrawlt werden. geeignetes Werkzeug um mögliche Fallstricke für Suchmaschinen-Bots zu finden und zu vermeiden.

Eingehende Links, die auf Fehlerseiten zeigen

Ein weiterer Faktor, dem du beim Relaunch deiner Website besondere Aufmerksamkeit schenken solltest, sind Links von anderen Websites auf deine Website. Manchmal verschwinden Inhalte, auf die eingehende Links verweisen, nach einem Relaunch einfach oder werden auf eine andere URL verschoben.

Das ist aus mehreren Gründen ungünstig: Die Website, die auf dich verlinkt, sieht schlecht aus, weil sie auf eine nicht existierende Seite verlinkt. Deine Nutzer/innen sind verärgert, weil sie den gesuchten Inhalt nicht finden. Du hast ein Problem, weil deine Nutzer/innen auf 404-Fehlerseiten landen. Und vor allem leidet deine SEO-Leistung, denn ein Link zu einer Fehlerseite bringt dir nicht viel.

Im besten Fall sollten die Inhalte mit eingehenden Links auf der neuen Website beibehalten werden und unter der gleichen URL erreichbar sein. Wenn die URL geändert werden muss, stelle sicher, dass du die alte URL ordnungsgemäß auf das neue Ziel umleitest. Und wenn der Inhalt nicht in der gleichen Form beibehalten werden kann, stelle sicher, dass du ihn so optimierst, dass er die Bedürfnisse eines Nutzers erfüllt, der auf den Link klickt.

Rendering-Änderungen auf mobilen Geräten

Ein weiterer technischer Faktor, der beim Relaunch von Websites oft außer Acht gelassen wird, ist die Darstellung der Inhalte auf mobilen Geräten.

Das kann wichtig sein, wenn die Website zum Beispiel von einem adaptiven Design (wo verschiedene Website-Versionen auf verschiedenen Geräten angezeigt werden) auf ein responsives Design (wo die gleiche Website-Version auf verschiedenen Geräten in unterschiedlicher Form angezeigt wird). In diesem Fall müssen die alten mobilen URLs separat umgeleitet werden und können leicht vergessen werden.

Damit dir dieser wichtige Faktor nicht entgeht, solltest du Tools verwenden, die in der Lage sind, deine Website wie die Bots der mobilen Suchmaschinen zu crawlen und die dabei gesammelten Daten zu verarbeiten und zu interpretieren.

Änderungen an JavaScript-gerenderten Inhalten

In diesem Zusammenhang sollte auch das JavaScript-Rendering betrachtet werden. Vor ein paar Jahren konnte man ziemlich sicher sein, dass Inhalte, die mit Hilfe von JavaScript gerendert wurden, für Suchmaschinen nicht sichtbar waren. Da Suchmaschinen heutzutage sehr gut in der Lage sind, JavaScript richtig zu interpretieren, sollte diese Art von Inhalten beim Vergleich der alten und der neuen Website berücksichtigt werden.

Inhalte oder Links, die mit Hilfe von Javascript auf der alten Website gerendert wurden und auf der neuen Website nicht mehr verfügbar sind, können so nach dem Relaunch einen Traffic-Verlust verursachen.

Domänenschalter

Relaunches mit Domainwechseln sind Sonderfälle und auch Domainwechsel, die ohne andere Änderungen an der Website stattfinden, verdienen besondere Aufmerksamkeit. Domainwechsel führen fast immer zu vorübergehenden organischen Traffic-Verlusten, zumindest wenn Inhalte auf eine völlig neue Domain verschoben werden. Wenn die Inhalte auf eine bereits bestehende Domain verlagert werden, tritt dieser negative Effekt möglicherweise nicht auf.

Wenn dein Website-Relaunch einen Domainwechsel beinhaltet, musst du dich im Grunde um dieselben SEO-Fragen kümmern wie bei jedem anderen Website-Relaunch. Der Hauptunterschied besteht darin, dass du, selbst wenn alles gut läuft und keine Fehler gemacht werden, wahrscheinlich vorübergehend einen Teil deines Suchmaschinen-Traffics verlieren wirst. Deshalb lohnt sich ein Domainwechsel nur, wenn du dir von der neuen Domain eine langfristige Steigerung der SEO-Leistung versprichst.

Zusammenfassung

So stellst du sicher, dass du beim Relaunch deiner Website keinen organischen Suchverkehr verlierst:

  • Migriere wichtige Inhalte auf die neue Website
  • 301-Weiterleitungen korrekt und vollständig implementieren
  • Interne Verlinkungsstruktur beibehalten oder verbessern
  • Migriere alle bestehenden On-Page-Optimierungen
  • Eine gründliche technische SEO-Prüfung deiner neuen Website durchführen
  • Kümmere dich um deine eingehenden Links
  • Achte auf Veränderungen bei der mobilen Darstellung
  • Behalte Änderungen an JavaScript-gerenderten Inhalten und Links im Auge
  • Berücksichtige das zusätzliche Risiko eines Domainwechsels

Ich hoffe, dass dieser Artikel dir hilft, einen soliden SEO-Plan für deinen nächsten Website-Relaunch zu erstellen. Vergiss nicht mache SEO zu einer Priorität in deinem Website-Relaunch-Projekt. Und zögere nicht, dich zu melden, wenn du irgendwelche Fragen hast!

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